Wenn man Steine sprechen hört

Die Urlaubszeit steht vor der Türe. Ein Grund, die schönsten kroatischen Städte vorzustellen. Heute: Trogir.

Das was an Trogir am meisten auffällt, ist der Stein, aus dem die Stadt gemacht ist – weißer, fast jungfräulicher Kalkstein. Die kleine, etwa 25 Kilometer westlich von Split gelegene Stadt kann mit einem Altstadtkern aufwarten, wie sonst kaum eine Stadt. Das alte Zentrum von Trogir ist ein einziges Museum. Von den historischen Mauern umschlossen, befinden sich hier auf engem Raum Kirchen, Privathäuser und Paläste. Jedes Haus hat seine eigene Geschichte und an fast jeder Fassade befinden sich Spuren, die die Geschichte der Erbauer oder Besitzer erzählen. Wer durch die Gassen Trogirs wandelt, begibt sich auf eine Zeitreise zurück.

Trogir ist eine griechische Gründung aus dem 2. oder 3. Jahrhundert vor Christus. Als die Stadt ab dem 9. Jahrhundert slawisiert wurde blühte sie durch Handel und Seefahrt zu einer der bedeutenden Städte an der dalmatinischen Küste auf. In der Folgezeit entstanden hier Paläste, Klöster, Kirchen und reiche Verwaltungsgebäude.

Heute ist Trogir eine Industriestadt mit Werft und kunststoffverarbeitenden Unternehmen.

Aber die blütenweißen Steine, aus denen Trogir über Jahrhunderte erbaut wurde,, die erzählen heute noch von den großen Zeiten, als von hier aus die reich beladenen Handelsschiffe in See stachen und nach Byzanz, Venedig oder Ragusa, dem heutigen Dubrovnik, aufbrachen.

Einen Eindruck von der Geschichte und der Schönheit Trogirs kann man im Video der Touristenzentrale Trogirs bekommen:

https://youtu.be/WlziMnLXdSQ

 

Mein Kroatien is back

Nach einem kalten Winter mit viel Beschäftigung an der Hochschule strahlt jetzt wieder die Sonne – nicht nur über Kroatien. Ab sofort soll deshalb auch der Blog wieder mit Leben erfüllt werden – mit Informationen, Geschichten und auch Tipps rund um das schöne Urlaubsland.

Hallo, ich bin der Zoran – Milanovic gratuliert doch noch neuer Präsidentin

Es ist passiert, wahrhaftig passiert: Premierminister Zoran Milanovic hat seiner neuen Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarovic zum Wahlsieg gratuliert. Aber er hat lange dafür gebraucht – bereits am Sonntag waren die Kroaten zur Urne gegangen. Gratuliert hat Milanovic seiner dann erst am gestrigen Donnerstag – nachdem bereits die Staatsoberhäupter der Slovakei, Sloveniens. Mazedoniens und viele europäischer Länder gratuliert hatten.

Er sei sich sicher, dass er auch mit der neuen Präsidentin gut zusammenarbeiten werde, so Milanovic nach den vier Tagen des Schweigens. Gleichzeitig lud er sie ein, während der Parlamentssitzungen jeden Donnerstag mit ihm das Gespräch zu suchen.

Herzlich klingt das Verhältnis zwischen den beiden nicht, denn die neue Präsidentin hatte schon öffentlich bedauert, dass der Premierminister überhaupt nicht auf sie zukommt. Auch wenn Milanovic versichert, dass sie an einem Strang ziehen werden – ein zumindest kompliziertes Verhältnis dürften die beiden haben. Und das liegt nicht nur an den unterschiedlichen Parteibüchern, die beide besitzen: Während Josipovic das gleiche Parteibuch der sozialdemokratische Socijaldemokratska Partija Hrvatske hat wie Milanovíc, so ist Grabar-Kitarovic Mitglied der konservativen christdemokratische Hrvatska demokratska zajednica (HDZ).

Eine Rolle dürfte auch spielen, dass das von Machos geprägte Kroatien mit Grabar-Kitarovic eine Frau als Präsidentin hat. Das dürfte manchem männlichen Politiker nicht behagen.

Die Kroaten hatten am vergangenen Sonntag in der Stichwahl Kolinda Grabar-Kitarovic den Vorzug vor ihrem Amtsvorgänger Josipovic gegeben.

Alles rund um Sommer, Sonne Sand und Meer im schönen Kroatien – Land, Leute und ihre Geheimnisse :-)