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„Komm‘ mit nach Varasdin“…

…sang schon Gräfin Mariza aus der gleichnamigen Operette. Mein erster Kontakt mit dem etwa 50.000 Einwohner großen Städtchen war während des Bürgerkrieges. Ich besuchte das dortige Flüchtlingslager, dass in einer ehemaligen Kaserne der Jugoslawischen Volksarmee untergebracht war. Hunderte von Flüchtlingen aus den Grenzgebieten Kroatiens und Bosniens waren hier untergebracht.

Varazdin

Das ist zum Glück vorbei und auch die Kriegsspuren sind in Varaždin, das 80 Kilometer nördlich von Zagreb unweit der ungarischen Grenze liegt, längst getilgt. Das Städtchen hat seinen barocken Schmuck wieder herausgeputzt. Varaždin war von 1756 bis 1776 die Hauptstadt Kroatiens. Die Zeit hat viele reich geschmückten Bauten in der Altstadt zurückgelassen, die sich bei einem Spaziergang zu entdecken lohnen. Heute ist Varaždin eines der am meisten besuchten Fremdenverkehrszentren in Nordkroatien. Hauptattraktionen sind das Stadtzentrum und das Schloss, das sich in eine klein Senke schmiegt, so dass nur die roten Spitzentürme zu sehen sind. Zahlreiche Museen, Galerien und Sammlungen sowie der unter Denkmalschutz stehende Stadtfriedhof sind besonders attraktive Ausflugsziele.

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Die barocke Altstadt zieht zahlreiche Besucher an. Und es ist ein Genuss, am Hauptplatz in einem der zahlreichen Cafés einen kleinen Espresso zu schlürfen. Ein Genuss sind auch die Barockmusikabende von Varaždin: Einmal jährlich finden in der Barockstadt diese Barock-Konzerte statt, die zu den bedeutendsten kroatischen Konzertveranstaltungen gehören.

Auch das Špancirfest-Festival im Sommer, eine Art Straßenmusikfestival, bei dem internationale Performance, Akrobaten, Zauberkünstler, Schauspieler, Tänzer, Musiker, Clowns und im Stil des Barock kostümierte Spaziergänger in den Straßen Varaždins auftreten, gehört zu den Müssern dieser Stadt.

Übrigens: Nahe der Stadt befinden sich die in ganz Kroatien bekannten Thermalquellen und das Kurbad von Varaždinske Toplice, das Wellness von seiner schönsten Seite bietet.

https://youtu.be/B-1t9L-OJsA

Kroatien will Touristen das ganze Jahr im Blick haben

Das Jahr war noch nicht vergangen, da hat Tourismus-Minister Darko Lorencin schon Bilanz gezogen. Am Mittwoch verkündete er, dass die Übernachtungen im Dezember im Vergleich zum vergangenen Jahr zwischen vier und fünf Prozent angestiegen seien. Gerade aus Großbritannien seien in den vergangenen Wochen mehr Touristen nach Kroatien gekommen, als im Dezember 2013. Er wertet das als ein Zeichen, dass das Projekt „Croatia 365“ Erfolg hat.

Mit diesem Projekt will Kroatien Touristen das ganze Jahr über ansprechen und nicht nur in den Sommermonaten. So sei beispielsweise das Projekt Advent in Zagreb ein Beweis, dass auch außerhalb der Sommersaison Touristen sich für das Land an der Adria interessieren würden. In den vergangenen Jahren hatte die Hauptstadt Zagreb zum Advent in Zagreb eingeladen, bei dem auf vielen öffentlichen Plätzen Konzerte, Weihnachtsmärkte, Krippenspiele und viele andere weihnachtliche Attraktionen angeboten worden waren. Mehr zum Advent in Zagreb hier:

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In den kommenden Wochen will das Ministerium nun das Marketing für „Croatia 365“ ausbauen wie auch einen neuen Slogan für den Tourismus in Kroatien vorstellen.